Tour de l’Abitibi

Es war einfach nur beeindruckend: Die Tour de l’Abitibi, meine erste Rundfahrt. Es wartete aufgrund der UCI 2.1 Junior Categorie starke Konkurrenz aus den USA, Kanada, Marokko, Kolumbien, Bahamas, Australien, Puerto Rico, etc. …

Wir starteten am 13. Juli in München mit dem Flugzeug nach Montreal. Nach einer kurzen Nacht inklusive Stadtbesichtigung nahmen wir am nächsten Morgen den Bus nach Rouyn-Noranda (8h) dem diesjährigen „Stützpunkt“ der Tour.
Nach dem Training am nächsten Tag fand am Abend noch ein Showevent an: der Citysprint, wobei ich jedoch nicht in die nächste Runde einziehen konnte. Außerdem wurden die Teams vorgestellt.

©ClaudeLanglois

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Am 16. Juli startete dann die Tour mit einer 117,2 km langen Etappe von Amos nach Rouyn-Noranda. Ich konnte mich anfangs gleich gut positionieren und  wurde so nicht in die zahlreichen Stürze involviert. Jedoch merkte ich die Müdigkeit der langen Reise sowie den Jetlag, konnte jedoch auf Platz 47 im Feld ins Ziel kommen. Schade nur dass alle anderen aus dem Team Allemagne-Brunei ausschieden. Somit war ich bereits nach der ersten Etappe auf mich allein gestellt.

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Alex und Fabi vor dem Start / ©ClaudeLanglois

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Nach dem Rennen / ©ClaudeLanglois

Am 17. Juli fühlte ich mich anfangs sehr bescheiden und nahm keine Mahlzeit war. Ich ging jedoch trotzdem an den Start auf die 106 km lange Etappe von La Sarre nach Rouyn-Noranda. Mein Hauptziel an diesem Tag bestand darin im Feld zu „überleben“. Die ersten 50 km verbrachte ich auch nur im Mittelteil des Feldes, ehe sich eher zufällig eine „Attackiersituation“ ergab: ich konnte alleine aus dem Peloton rausfahren und kam der 5-köpfigen Spitzengruppe immer näher. Nach ca. 3 km alleine kamen noch zwei Kolumbier und ein Kanadier zur Hilfe heran. Zu viert harmonierten wir gut und konnten über ca. 20 km einen Vorsprung von etwa 1:30 min aufs Feld heraus fahren, und bis auf 26 s an die Spitzengruppe heranfahren. Dann nahmen wir jedoch heraus und das Peloton stellte uns und die Spitzengruppe. Am Ende konnte ich einen guten 22. Platz belegen. Damit hatte ich echt an dem Tag nicht gerechnet!
Leider wurde das Bauchweh nicht besser und blieb bis zum Schluss mal mehr oder weniger stark.
Am 18. Juli stand zuerst die 3. Etappe an: ein 9,6 km kurviges Einzelzeitfahren. Ohne Zeitfahrrad konnte ich mich über einen Schnitt von fast 44 km/h und Platz 32 freuen.

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Zeitfahren / ©ClaudeLanglois

Die 4. Etappe fand dann am Nachmittag in Malartic an: ein 52,5 km Kurs, der mit einem Schnitt von 46 km/h absolviert wurde. Auch hier versuchte ich zweimal zu attackieren, scheiterte jedoch am Wind. Im Sprint hielt ich mich dann auf Grund der hohen Sturzgefahr etwas zurück und belegte Rang 30.
Am Freitag dem 19. Juli ging es dann von Timiskaming First Nation nach Lorrainville. Trotz starkem Seitenwind und zahlreicher kleiner Anstiege war das Tempo die erste Stunde sehr hoch, mit einem Schnitt von fast 48 km/h. Leider fuhr ich nach 44 km einen Platten, verlor circa 2 min auf die erste Gruppe. Allein kämpfte ich mich 20 min wieder heran, blieb bis zum Schluss in der Gruppe und belegte Platz 37. Nach der Aufholjagd doch ganz ok 😉
Am 20. Juli ging es von Rouyn-Noranda nach Rouyn-Noranda auf 114,8 km. Ich fuhr stets im vorderen Drittel des Feldes und konnte so die gute Arbeit des amerikanischen Nationalteams verfolgen. Nachdem ich nach 80 km erste Magenprobleme bekomme, bin ich letztlich zufrieden, im Feld geblieben zu sein. Platz 32.
Am Sonntag dem 21. Juli stand die 7. und letzte Etappe von Mont-Brun nach Rouyn-Noranda über 97 km an. Nach 43 km galt es den bereits gekannten Rundkurs durch die Stadt à 5,4 km 10 x zu fahren. In Runde 3 probierte ich einfach eine Attacke und fuhr 2,5 Runden als Solist vor dem Feld, wobei ich a) der Sturzgefahr ausweichen konnte und b) eine 250$ Prämie einfahren konnte. Anschließend komme ich erneut im Peloton ins Ziel.

©ClaudeLanglois

kurz vor der Attacke / ©ClaudeLanglois

In der Gesamtwertung bedeutete dies einen sehr starken 25. Platz mit nur 1:16 min Rückstand auf den Sieger Brendan Rhim. Wenn man bedenkt dass nach der 2. Etappe nur auf mich gestellt war sollte ich absolut zufrieden sein, konnte ich doch zahlreiche Nationalfahrer hinter mir finden. Außerdem wurde ich von der Jury als bester Fahrer meines Teams sowie als „Coureur le plus courageux“ ausgezeichnet. Danke hierbei an Sebastien und Claude, sowie an all die, die mich bei betreten der Bühne so stark beklatschten und anriefen. DANKE – THANKS GUYS!

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Marokko und Allemagne-Brunei / ©ClaudeLanglois

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Sieger der 250$ Prämie / ©ClaudeLanglois

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Bester Fahrer des Teams / ©ClaudeLanglois

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Coureur le plus courageux / ©ClaudeLanglois

Gratulation auch an Hendrik Pineda (Sieger der Sprintwertungen), William Barta (bester Nachwuchsfahrer) und Steven Calderon Acero (Bergtrikot).

Mehr über unsere täglichen Impressionenen auf quebectour.wordpress.com

Ein Artikel über mich auf französich: http://www.hebdosregionaux.ca/abitibi-temiscamingue/2013/07/17/alexander-hofner-la-perseverance-a-letat-pur

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2 Antworten zu “Tour de l’Abitibi

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