Transalp Holzkirchen – Holzkirchen

Joni und Ich wollten unbedingt auch 2012 eine Transalp machen. Wir setzten uns zusammen und tüftelten eine Route aus, änderten sie und konnten dann Hannes dafür gewinnen. Nach kurzer Zeit waren dann der Felix und der Hansi (Hinterseer), ein Profi Triatlhet dabei.

Wir starten zu viert in Holzkirchen am Bahnhof und fahren nur 4km, dann hab ich schon den ersten Platten. Schlauch gewechselt und über Waldwege und den Isarradweg nach Lenggries. Dort treffen wir den Hansi und fahren über die Jachenau ins Schronbachtal und wieder runter zum Sylvensteinspeicher. Nach einer kurzen Erfrischungspause gehts die Eng hinter. In der Eng essen und trinken wir nochmal bisschen was, und machen uns auf den Weg zur Binsalm, der gut fahrbar ist. Ab der Binsalm wird es grober und zieht sich bis zum Lamsenjoch, jedoch ist fast alles fahrbar. Oben am Joch erwartet uns dann noch ein kurzer Trail am Hang entlang zur Lamsenjochhütte, 1953m. Insgesamt 94km und 1950 HM.

Wir entscheiden uns erst im Inntal zu frühstücken und fahren mehr – oder weniger schnell über den Forstweg runter nach Vomp. Dabei hat Hannes einen Platten. Nach einem ergiebigem Frühstück kurbeln wir nach Pillberg, wo wir merken dass wir 300HM mehr gefahren sind als nötig. Gegen Mittag erreichen wir dann das Geiseljoch auf 2292m nach einem langem Forstweg und einem wunderschönen bergauf-Trail. Oben fängt es zum Tröpfeln an, und wir fahren schnell über den Forstweg nach Lanersbach zum Mitagessen. Nach einem Gewitter packen wir den letzten Teil an: das Tuxer Joch, 2338m. Zuerst noch die Teerstraße hinter nach Hintertux, wo wir Hannes, Felix und unsere Rucksäcke die Gondel nehmen ließen. Hansi, Joni und Ich kämpfen uns dann 60 0HM zur Bergstation rauf, aber ohne Rucksack(fast 10kg weniger) gehts 😉 Nach den ersten Höhenmetern merken wir, dass uns ein Gewitter erwischen wird, und wir geben nocheinmal richtig Gas. Aus Angst vor Blitz und Donner fahre Ich fast alles bis zur Hütte, wo dann das Gewitter seine Kraft rauslässt. Nach langem hin und her entscheiden wir uns um kurz nach 18 Uhr, trotz Gewitter runter zu fahren. Zuerst geht es nocheimal 30 HM bergauf, dann im „Bachtrail“ anfangs noch teilweise fahrbar-später schiebend runter zur Forststraße. Durch Kasern durch schießen wir bis Gries am Brenner in die warme(!) Dusche. Insgesamt 98km und 3400 HM.

Am nächsten Tag in der Früh lassen wir es wegen Regen langsam angehen und frühstücken erstmal Marmeladenbrote… Gegen Mittag kommen wir dann über den schönen Radlweg nach Sterzing. Nach einem genialen Mittagessen(Müsli mit Eis…) fahren wir gemütlich den Jaufenpass, 2099m rauf. Oben das klassische Prozedere: Foto, es beginnt zu Regnen, Speedabfahrt. In St. Leonhard übernachten wir dann und essen (endlich!) die erste Pizza der Transalp. Insgesamt 68km und 1600 HM.

Nach einem extrem lustigen Frühstück fahren wir durch das Apfelparadies an der Passer entlang und auf Waalwegen nach Naif zur Meran 2000 Talstation. Das Radl mit der Gondel mitnehmen? Eine traurige, aber aus Zeitgründen notwendige Abkürzung. Weiter fahren wir oben über kleine Trails zur Meraner Hütte und runter nach Sarntheim. Jetzt wartet mit dem Penser Joch der nächste Teer-Up- und Downhill auf uns. Eigentlich wollten wir ja Pfunderer Joch, Ochsenlenke und Krimmler Tauern fahren, aber mei, wenns Wetter nicht passt… Am Penserjoch sind wir relativ schnell, und unten in Sterzing natürlich auch. In Sterzing kaufen sich Joni, Hannes und Hansi beim Imbisstand was zum Essen, Felix und Ich kaufen uns Joghurt. Nach 700g Joghurt und vielen Regenschauern packen wir das letzte Teilstück des Tages an, den Brenner und Innsbruck. Bergauf merke Ich natürlich den Joghurt, aber bergab geht es dann relativ schnell und nass zu „Touri-Info“ Innsbruck. Völlig durchnässt fahren wir dann mit der Straßenbahn nach Igls. Dort wartet eine 120m² Luxussuite auf uns, und das zu einem fairen Preis. Der Wahnsinn! Erst Tage später erfahren wir dann was das Unwetter im Wipptal angerichtet hat: 2 Tote, gesperrte Straßen und Eisenbahnlinien, Muren und Schlammlawinen.. Insgesamt 135km und 2050 HM.

Am letzten Tag erwartet uns dann ein Bombenfrühstück und wir genießen die „Präsidentensuite“. Erst am späten Vormittag radeln wir den Inn entlang nach Jenbach und über die steile Straße rauf zum Achensee. Nach einer Pizza und einem Bad fahren wir dann gemütlich nach Tegernsee und erneut durchs Gewitter zurück nach Holzkirchen. Insgesamt 117km und 1000HM.

Fazit: Eine Moaddsgaude und viele lässige Aktionen, die Ich nicht erwähnen möchte… 😀
Die 512,5km und 10.000 Höhenmeter in 5 Tagen muss man sich zwar teilweise erkämpfen, aber für eine ab Sterzing total ungeplante Route war es genial!

Ich/Wir würden uns natürlich über einen Sponsor für 2013 oder früher freuen…. 😉

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